Zwischen Sucher und Stille –
Mein Weg zu mehr „Offline Pleasure“

Zwischen Sucher und Seele: Warum der schönste Moment manchmal kein Foto braucht – eine Einladung zum bewussten Hinsehen.
3 Min. Lesezeit  |  👤︎ Autor: Roland Fankhauser

Der Klick im Kopf vs. der Klick der Kamera

Da stehe ich nun. Vor mir ein Panorama, für das ich Stunden gewandert bin. In meiner Hand die Nikon Z6II, im Rucksack die Z6 als Backup – und in der Hosentasche das Smartphone, das schon fast von alleine vibriert. Mein erster Impuls? Sucher vors Auge, Fokus setzen, abdrücken.

Aber mal ehrlich: Habe ich den Wind eigentlich schon gespürt? Das Gras gerochen? Oder war ich nur damit beschäftigt, die Belichtungskorrektur einzustellen?

Perfekt unperfekt

Ich bin kein Profi, der alles im Griff hat. Mein Leben läuft nicht immer nach Plan, und mein Drang, jeden Moment sofort „festzuhalten“, ist oft stärker als meine Geduld. Ich erwische mich immer noch dabei, wie ich erst das Foto mache und dann erst tief durchatme.

Offline Pleasure ist für mich deshalb kein fertiger Zustand, sondern ein Lernprozess. Ich möchte lernen, den Auslöser auch mal nicht zu drücken.


Mein Ziel:
Bewusster hinhören, weniger knipsen

Ich liebe meine Technik. Die Präzision der Nikon-Kameras und die Schnelligkeit des Handys sind fantastisch. Aber ich möchte eine neue Regel für mich (und vielleicht auch für dich) etablieren:

  • Zuerst der Moment: Ankommen. Atmen. Den Blick schweifen lassen, ohne Glas vor dem Auge.

  • Die Entscheidung: Ist das ein Bild für die Ewigkeit – oder reicht es, wenn es nur in meinem Kopf bleibt?

  • Die Wertschätzung: Wenn ich die Kamera doch in die Hand nehme, dann ganz bewusst. Nicht als Barriere zur Welt, sondern um ein Stück dieser Energie einzufangen.

Warum das Ganze? (Für Körper und Geist)

Dieses ständige „Auf Sendung sein“ stresst uns mehr, als wir zugeben wollen. Ich merke, wie gut es meinem Geist tut, wenn das Handy mal im Rucksack bleibt. Es ist gesund, die Welt nicht nur durch einen 6-Zoll-Screen oder einen digitalen Sucher zu betrachten. Es erdet.


Wir lernen gemeinsam

Ich bin auf diesem Weg sicher nicht perfekt. Es wird Beiträge geben, da war ich wieder zu schnell am Auslöser. Und das ist okay. Diese Seite soll dokumentieren, wie ich versuche, achtsamer zu werden – auf Reisen und im Alltag.

„Ein Bild ist erst dann gut, wenn man das Gefühl dahinter noch spüren kann, auch wenn die Kamera längst weggepackt ist.“

Wie geht es dir dabei? Bist du auch ein „Sofort-Knipser“ oder schaffst du es schon, den Moment erst einmal pur zu genießen? Ich freue mich, wenn wir diesen Weg ein Stück gemeinsam gehen.


Komm mit auf die Reise!

Ich lade dich ein, dich durch die Galerien zu klicken, die Stille der Aufnahmen zu genießen und vielleicht das ein oder andere Design für dein eigenes Zuhause zu entdecken.

Was ist dein persönlicher „Offline-Moment“? Schreib es mir gerne oder lass dich einfach treiben.

Herzlich willkommen bei Offline Pleasure!

„Manchmal fotografiere ich die Dinge nicht. Wenn mir ein Moment gefällt, also mir persönlich, dann will ich nicht, dass mich die Kamera ablenkt.
Dann will ich einfach nur darin verweilen.“


Sean O’Connell (aus dem Film „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“)